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Deutscher Immobilienmarkt: Investoren trotz Corona weiter in Kauflaune

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Trotz der Covid-19-Pandemie ist die Mehrheit der internationalen Investoren im deutschen Immobilienmarkt weiterhin bereit zu investieren. Das ergab eine Online-Umfrage der internationalen Immobilienberatung Cushman & Wakefield (C&W) unter ihren Mandanten. Dafür befragte das Unternehmen im Mai 2020 rund 100 internationale Investoren.

So gaben 53 Prozent der Befragten an, dass sie weiterhin neue Investmentmöglichkeiten suchen und auch Akquisitionen tätigen. 32 Prozent von ihnen sind ebenso auf der Suche nach neuen Objekten und unterzeichnen zurzeit Absichtserklärungen (LOI) mit ihren Verhandlungspartnern. Nur sechs Prozent der Investoren wiesen daraufhin hin, dass sie mit Akquisitionen derzeit pausieren. Die restlichen acht Prozent befinden sich auf der Suche nach neuen Investmentmöglichkeiten, jedoch pausiert aktuell der LOI-Prozess. Daraus ergibt sich, dass 71 Prozent der befragten Investoren keine Änderungen ihrer Akquisitionsziele für 2020 vornehmen. Für die Mehrheit läuft also alles wie bisher weiter.

Ein etwas anderes Bild zeichnet sich bei den Verkäufen von Immobilien ab: 40 Prozent der befragten Investoren gaben an, sie vermarkteten bereits angebotene Objekte auch weiterhin. Demgegenüber stehen 36 Prozent, die ihre Verkaufsaktivitäten pausieren. Die restlichen 24 Prozent planen, in Kürze neue Immobilien auf den Markt zu bringen beziehungsweise bereiten dies zurzeit vor.

Die Mehrheit der Investoren brachte trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie Kapital für ihre Fonds und für Akquisitionen auf – genauso viel, wie die Jahre zuvor. Darauf wiesen 43 Prozent der Befragten hin. 38 Prozent gaben an, keine Gelder aufzubringen. 13 Prozent verfügen über weniger Investitionskapital als vor der Pandemie, sechs Prozent jedoch über mehr – trotz der Pandemie. Dass die Gelder der Investoren größtenteils gesichert sind, spiegelt sich auch in den Geldabflüssen wider: Bei 91 Prozent floss bis dato kein Geld ab. Nur bei neun Prozent zeichnet sich das gegenteilige Bild ab.

Beim Wert der Immobilien sieht die Mehrheit der Investoren keinen oder einen geringen Preisfall. 27 Prozent gaben an, die Preise fielen nicht. 21 Prozent gehen von minus fünf Prozent, 33 Prozent von minus zehn Prozent und sieben Prozent von minus 20 Prozent aus.

Die Auswirkungen der Pandemie sind in den Assetklassen Einzelhandel (außer Lebensmittelbranche, Drogerie), Hotel und Büro am gravierendsten: So sehen die meisten Investoren bei diesen Objekten eine negative Mietpreisentwicklung von bis zu minus 20 Prozent bis Ende 2020 voraus. Büroimmobilien zeigen bei der Entwicklung ein eher gleichgewichtiges Bild: So ist beinahe die Hälfte der befragten Investoren der Meinung, es gebe keine fallenden Mieten. Ein kleiner Teil der Umfrageteilnehmer geht sogar von einer Mietpreissteigerung in Höhe von bis zu zehn Prozent aus. Demgegenüber stehen etwas mehr als 50 Prozent der Investoren, die fallende Mieten von bis zu minus zehn Prozent erwarten.

Mietpreisreduktion in Höhe von bis zu 20 Prozent sieht nur ein kleiner Teil der Befragten. Logistikimmobilien profitieren am meisten von der Pandemie – unter anderem wegen des erhöhten Aufkommens von Onlinebestellungen. Die Investoren sehen hier aktuell eine positive Mietpreisentwicklung von bis zu zehn Prozent. Bis Ende 2020 erwartet ein kleiner Teil der Befragten gar eine Mietpreissteigerung in Höhe von bis zu 20 Prozent. Im Bereich Wohnen (Wohnungen, Häuser) und im Gesundheitssektor sieht die Mehrheit keine oder nur eine geringe Mietpreisentwicklung.

Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei C&W: „Insgesamt zeichnet sich ein stabiles Bild bei den Investoren ab. Diese reagierten auf die Auswirkungen der Pandemie schnell und besonnen, indem sie ihre Aktivitäten umgehend anpassten. Es eröffneten sich zudem neue Investmentmöglichkeiten.“

Quelle: Pressemitteilung Cushman & Wakefield

Cushman & Wakefield, Inc. ist ein internationales Immobilienberatungsunternehmen mit Sitz in New York. Das 1917 gegründete Unternehmen berät und vertritt seine Kunden in allen Fragen rund um die Nutzung von Gewerbeimmobilien. C&W beschäftigt mehr als 53.000 Mitarbeiter in weltweit über 60 Ländern. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und München vertreten.

www.cushmanwakefield.de

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